Mitte Juni haben vier Mitarbeiterinnen der Agentur für Arbeit Lübeck und des Jobcenters Lübeck/Ostholstein zusammen mit den Kollegen der Jobcenter Lolland und Guldborgsund die Baustelle des Fehmarnbelt-Tunnels besichtigt. Dabei konnten sie sich über den aktuellen Stand der Arbeiten informieren. Alle Teilnehmer waren von der Größe der Baustelle beeindruckt. Selbst mit dem Bus benötigt man mehrere Minuten Fahrt, um von A nach B zu gelangen. Außerdem berichtete Per Bech Grønning von der Femern Agency über den aktuellen Stand der Beschäftigten, sowie Stellenangebote und den Arbeitsbedingungen vor Ort.
Im Anschluss an die Baustellenbesichtigung ging es zum Ferienpark Lalandia. Dort standen einen Vortrag sowie eine Führung durch die Betriebsleiterin auf dem Programm.
Die Teilnehmer freuten sich über einen sehr interessanten Tag mit vielen Eindrücken und sowohl persönlich als auch fachlich interessanten Informationen. Auch das Kennenlernen der Kolleginnen von der anderen Seite des Fehmarnbelts war eine schöne Erfahrung und wird die kommende Zusammenarbeit erleichtern.

Im Mai 2022 setzten die Koch-Auszubildenden der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg und der CELF ihren Austausch im Rahmen von RE-BAL fort. Dieses Mal hatten die dänischen Schüler:innen die Möglichkeit, die deutsche Küche und Esskultur besser kennenzulernen.

Ein besonderes Erlebnis war das gemeinsame Kochen. Über 30 Personen schälten, schnippelten und rührten gemeinsam in der Schulküche in Neustadt. “Es ist eigentlich einfacher zu zweit für 30 Personen zu kochen als gemeinsam” berichtete Fachlehrer Michael John. Trotzdem hatten alle viel Spaß und haben neue Gerichte kennengelernt. Passend zur Jahreszeit wurde u.a. Spargel zubereitet.

Auf dem Programm stand darüber hinaus ein gemeinsamer Ausflug nach Hamburg, wo die Schüler:innen die Elbphilharmonie besichtigen und bei Dominos ihre eigene Pizza kreieren konnten.

“Wir hatten eine wunderbare Studienfahrt nach Neustadt und die Schüler:innen hatten viel Spaß und lernten dabei fachlich und kulturell Neues”, erzählt Dorte Skov Engholm, die den Austausch der Koch-Auszubildenden auf dänischer Seite organisiert.

Eine Schülerin berichtet über ihre erlebnisreichen Tage in Dänemark

Von Dienstag, den 19. April 2022, bis Freitag, den 22. April 2022, konnten insgesamt sechs Schülerinnen und Schüler aus der 12. Klasse mit zwei Lehrerinnen der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg an einem Workshop in Dänemark im Rahmen des Interreg-Projektes RE-BAL teilnehmen.

Los ging die Fahrt mit einem Bus am Dienstagmorgen. Nach einer kurzen Fahrt mit der Fähre wurde gegen Mittag die Partnerschule CELF in Nykøbing Falster erreicht. Gemeinsam mit den dänischen Schülerinnen und Schülern wurde eine Stadtrallye veranstaltet. Am Mittwoch bestand das Programm aus Sightseeing. Die deutschen und die dänischen Jugendlichen hörten einen Vortrag über den Klimawandel im „Globen/Visual Climate Center“ in Holeby, lernten etwas über den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels in Rødby und konnten die „Dodekalitten“ – ein Kunstprojekt, bestehend aus mehreren großen Steinstatuen – besichtigen. Am Donnerstag besuchten die deutschen Schülerinnen und Schüler sowohl den Deutsch- als auch den Dänisch Unterricht einer dänischen Klasse. Nach einer Evaluation am Freitagvormittag ging es für die deutschen Schülerinnen und Schüler am Mittag zurück nach Deutschland.

Am 12. April 2022 lud die Agentur für Arbeit Lübeck, gemeinsam mit den dänischen Jobcentern Guldborgsund und Lolland, zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Arbeiten und Leben in Dänemark“ mit dem besonderen Fokus auf die Region Lolland-Falster, ein.

Nach der Begrüßung durch Markus Dusch, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Lübeck, stellte Henrik Frederickson vom Jobcenter Lolland den Arbeitsmarkt auf der anderen Seite des Fehmarnbelts vor. Vor allem im Bereich Handwerk werden zur Zeit viele Mitarbeiter:innen gesucht. Dabei werden offene Stellen häufig nicht ausgeschrieben, sondern über Netzwerke besetzt, berichtete er. Wichtig für eine Bewerbung in Dänemark ist vor allem der Lebenslauf, der CV im dänischen. Hierbei sollte man, anders als in Deutschland, auch etwas über sich als Person schreiben, so der Däne.

Im Anschluss ging Peter Hansen vom Regionskontor und Infocenter in Pattburg konkret auf wichtige Themen für Grenzpendler und Auswanderer ein. Wo sollte ich mich unbedingt anmelden? In welchem Land wird mein Einkommen versteuert? Wo erhalte ich Sozialleistungen? Wer sich entschließt, im Nachbarland zu arbeiten, muss einige Dinge beachten. Hierfür kann eine individuelle und persönliche Beratung durch das Infocenter in Pattburg, welches Netzwerkpartner des Projektes RE-BAL ist, sinnvoll sein.

Die Arbeiten an der größten Baustelle Nordeuropas, dem Fehmarnbelt Tunnel, stellte Per Bech Grønning, Leiter der Femern Agency, abschließend vor. Hier werden bereits heute und in den kommenden Jahren viele Arbeitsplätze geschaffen. Somit bietet die Fehmarnbelt-Region zahlreiche Chancen für Menschen auf beiden Seiten der Grenze, einen Arbeitsplatz zu finden.

Am 10. Mai 2022 findet die nächste Informationsveranstaltung zum Thema „Arbeiten und Leben in Dänemark“ in Oldenburg in Holstein statt. Weitere Informationen finden Sie hier.

JETZT BEWERBEN!

Willst Du ausprobieren, wie es ist, in Dänemark zu arbeiten? Bist Du Auszubildender/Auszubildende und arbeitest im Bezirk der Handwerkskammer Lübeck oder der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck? Dann bewirb dich bis zum 21. Februar 2022 für ein Praktikum vom 14.05.2022 – 25.05.2022 in Dänemark. Dort bekommst Du die Möglichkeit in einen dänischen Betrieb hineinzuschnuppern.

Und das Beste: Das Ganze ist für Dich kostenlos!

RE-BAL bezahlt die An- und Abreise, die Unterkunft, die Verpflegung und den Weg zu Arbeit.

Weitere Informationen zum Praktikum und zur Bewerbung findest Du hier. 

 

Dänische Schüler zu Gast bei der Hanse-Schule

Nach dem erfolgreichen Besuch der deutschen Schüler im dänischen Nykbing F., fand der Gegenbesuch für die dänischen Schüler in Lübeck Anfang Dezember 2021 statt. Die Schüler des Wirtschaftsgymnasiums der CELF und ihre Lehrerinnen wurden sehr herzlich in der Hanse-Schule begrüßt.

Die Tage wurden mit verschiedensten Aktivitäten gefüllt. Nach einigen “Aufwärmübungen”, bei denen die Schüler Gelegenheit hatten sich besser Kennenzulernen, wurde ein Simulationsspiel vorgestellt, welches während des Besuchs gespielt werden sollte. Die Schüler wurden in gemischte Gruppen mit deutschen und dänischen Schülern eingeteilt. Jede Gruppe sollte über das Computerspiel ein Unternehmen aufbauen und leiten, das Zelte herstellt. Im Laufe der Simulation wurden die Gruppen dabei vor eine Reihe von Herausforderungen gestellt, die sie lösen mussten, um das Spiel weiterzuspielen. Beispielsweise ein Betriebskonzept erstellen, ein Logo entwerfen oder das Preisniveau für die Produkte festlegen.

Die Gruppen standen in Konkurrenz zueinander und der Lehrer Christoph Köhler konnte anhand verschiedener digitaler Säulendiagramme zeigen, wie gut jede Gruppe in den einzelnen Parametern bewertet wurde. Einige Gruppen haben einen großen Überschuss erwirtschaftet, während andere fast Konkurs gingen. Alle Entscheidungen, die während des Spiels getroffen wurden, hatten Konsequenzen. Die Schüler meisterten viele Beschlüsse und Diskussionen erfolgreich mit einer Mischung aus Deutsch, Englisch und Dänisch.

Einer der Tage endete in einer abendlichen Führung eines Nachtwächters durch die für Lübeck typischen Hinterhöfe und Gänge. Die Schüler waren betroffen, als sie von den schlechten Lebensbedingungen, die in Lübeck im Mittelalter herrschten, hörten. “Was wollt ihr lieber”, fragte der Nachtwächter “im Mittelalter leben oder im Jahr 2021 zur Schule gehen?”. Alle waren sich einig, dass sie die Schule vorziehen.

Es gab auch “Hygge” auf der Tour: Die Schüler besuchten den Lübecker Weihnachtsmarkt und waren zusammen im Restaurant. “Die langen Schulschließungen unter Corona im letzten Jahr waren nicht gut für die Klassengemeinschaft. Der gemeinschaftliche Abend in der Stadt hat jedoch gezeigt, dass mit Hilfe des RE-BAL Projektes viel aufgeholt werden konnte”, berichtet die Lehrerin Betina Rohrbek.

Vor der Rückreise trafen sich die Schüler noch einmal für ein paar Stunden in der Hanse-Schule, um die Simulation fertig zu spielen. Die Gewinnergruppe wurde anhand der Bewertung in drei Parametern gekürt: Gesamtergebnisse, Kundenzufriedenheit und die “Planungsqualität”. Gruppe 7, bestehend aus den dänischen Schülerinnen Anna Strange, Mathilde Andersen und Laura Tinggaard Madsen sowie den deutschen Schülerinnen Liza-Marie Dittmann und Lena Schwabe gewannen einen tollen 1. Platz.

Danach war es Zeit sich zu verabschieden. Einige deutsche Schüler hatten ein Herz an die Tafel gemalt und Dänemark hineingeschrieben. Beim Abschied wurde deutlich, dass sich neue Freundschaften entwickelt haben und alle Dänen eine wunderbare Zeit in der Hanse-Schule hatten. “Wir haben so viele Gründe uns bei den deutschen Schülern und Lehrern für einen tollen, lehrreichen und “hyggeligen” Besuch in Lübeck zu bedanken”, resümiert die dänische Lehrerin Christa Skafte-Christiansen.

Erlebnisreicher Austausch zwischen der Hanse-Schule Lübeck und dem Handelsgymnasium der CELF in Nykøbing Falster

Eine Schülerin berichtet: Am 17.11. konnten wir, 18 Schülerinnen und Schüler der Hanse-Schule Lübeck, sowie unsere Lehrer Frau Cassens und Herr Köhler, endlich abfahren in Richtung “CELF Handelsgymnasiet Lolland-Falster“ in Nykøbing für eine dreitägige RE-BAL (Region in Balance) Projektfahrt.

Mit der aus 25 Schülerinnen und Schülern bestehenden dänischen Klasse führten wir verschiedene gruppendynamische Aktivitäten durch: Physisch aktiv wurden wir beispielsweise bei einem von Profis angeleitetem Linedance-Training, beim Schlittschuhlaufen und Mini-Golfspielen. Alle Wege bestritten wir bei Wind und Wetter mit geliehenen Fahrrädern.

Auf eine Einführung in Englisch über das AIDA-Prinzip der dänischen Lehrerin Christa Skafte Christensen folgte wiederum eine Gruppenarbeit, in der wir je Gruppe ein digital erstelltes Werbeplakat für das “Middelaltercentret Nykøbing F.” entwickeln sollten, welches die AIDA-Regeln beherzigt. Diese Plakate wurden allen gezeigt und entsprechend gewürdigt. Selbstverständlich besichtigten wir auch das Mittelaltercenter: Ein wunderschön gelegenes Areal mit historisch nachempfundenen Gebäuden, in der Menschen ihren Urlaub oder auch längere Zeit verbringen, um (fast) ohne Ausnahmen wie im Mittelalter zu leben.

Wir danken insbesondere unser dänischen Partnerklasse und den beiden Lehrerinnen Betina Rohrbeck und Christa Skafte Christensen für die schönen Tage und den interessanten Einblick in das Schulleben einer sehr modernen dänischen Schule! Dass man in der CELF auch spätnachmittags noch Schüler antrifft, wundert einen beim Anblick diverser Chillout-Areas und Arbeitsräume, Dockingstationen, offener Räume (sogar das Lehrerzimmer), einer tollen Kantine und eines Kiosks nicht. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass dem geplanten Rückbesuch vom 29.11. bis 1.12.21 nichts im Wege steht! Bis bald also in Lübeck!

Wie baut man eine elektrische Hausverteilung? Was gibt es beim Aufbau einer Photovoltaik-Außenanlage zu beachten? Und wie funktioniert das Ganze eigentlich in Dänemark? 16 Schülerinnen und Schüler der dänischen Berufsschule CELF konnten sich im Rahmen des Interreg Projektes RE-BAL über diese und viele weitere fachliche Fragen mit den Auszubildenden des Berufsbildungszentrums in Preetz im November 2021 austauschen. In gemeinsamen Projekten lernten sich die Schüler, grenzüberschreitend zusammen zu arbeiten und Unterschiede in der Arbeitsweise verstehen zu lernen.

„Wir haben uns schnell miteinander verständigen können. Teils auf Englisch, teils auf Deutsch, teils mit Handzeichen“, erzählt ein deutscher Schüler. Auch die unterschiedlichen technischen Herangehensweisen und die unterschiedlichen Regularien der beiden Länder wurden bei den Projekten beachtet.

„Die Schüler wachsen förmlich über sich hinaus. Sie tauschen sich fachlich sehr intensiv und mit viel Engagement aus“, berichtet Fachlehrer Burghardt Hoechst. Die interkulturellen Kompetenzen, die die Schüler durch den Austausch erlernen, können sie später auf Baustellen in Dänemark oder bei anderen deutsch-dänischen Bauprojekten gut nutzen.

Neben dem fachlichen Austausch konnten die Schülerinnen und Schüler bei einem gemeinsamen Ausflug Hamburg erkunden. Alle freuen sich auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit. Im Frühjahr 2022 ist der Gegenbesuch im dänischen Nykøbing Falster geplant.